In den Depots der Museen Muttenz gibt es immer etwas zu tun

In den Depots Donnerbaum und Geispel lagern unzählige historische Objekte, die regelmässig gepflegt werden müssen.

Von Axel Mannigel

Die beiden Muttenzer Museen der Gemeinde, das Ortsmuseum und das Bauernhausmuseum, zeigen nur die Spitze des Eisbergs von gesammelten Objekten aller Art. Der Rest befindet sich in den beiden Depots Donnerbaum und Geispel. Vor allem in Letzterem sind zahlreiche Haushalts- und Arbeitsgeräte beheimatet. Diese werden von der Arbeitsgruppe kontrolliert und vom Förderverein Museen Muttenz mindestens zweimal pro Jahr liebevoll in Augenschein genommen und gegen den Zahn der Zeit präpariert.

So wieder geschehen am Donnerstag der Vorwoche, als sich eine Handvoll Fördermitglieder um Holz und Metall kümmerte. «Das Metall rostet von alleine, da wir im Depot eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit haben», erklärte Barbara Rebmann, Vizepräsidentin des Fördervereins und der Arbeitsgruppe. Deshalb sei es notwendig, erst den Flugrost abzubürsten und dann das Metall so zu versiegeln, dass das Rosten in absehbarer Zeit nicht möglich ist. «Holz mit einem aktiven Holzwurm drin wird mit einem Spezialmittel behandelt», so Rebmann.

Am Donnerstag behandelte die Gruppe 32 Grossobjekte – im gesamten Depot befinden sich rund 1000 davon. «Eine Fläche abzubürsten ist ja noch praktisch und bequem, aber einen ganzen Heuwänder von Rost zu befreien, ist eine andere Sache», grinste Ruedi Bürgin. Etwas, was an diesem Arbeitstag nicht gemacht werden musste, war es, einen Kessel zu flicken. «Früher gab es dafür einen eigenen Beruf», erzählte Rebmann und holte eine mehrfach geflickte Pfanne hervor.

Bürgin hingegen zeigte noch ein paar spezielle Dachpfannen, von denen jede einzelne das Hochzeitsdatum des Paares zeigte, das im jeweiligen Haus oder Hof wohnte. Echt spannend, welche Geschichten diese Objekte erzählen, die wiederum etwas über die Haltung der damaligen Menschen preisgeben. Schön, dass Muttenz diesen Reichtum hat.

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